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'Den Herberg' eine Leidenschaft, die außer Kontrolle geraten ist ...

1998 hatte Bart Devillé die Idee, mit seiner Familie nach Frankreich zu ziehen und mit dem Weinbau zu beginnen. Ann Heremans, Barts Frau, fand das ein zu gewagtes Abenteuer, da sie zu dieser Zeit fünf Kinder großzogen. Ann schickte ihren Mann dann zu den Informationstagen von Coovi nach Anderlecht. Hier wollte er den Winzerkurs beginnen, bis er seinen Bekannten Peter C. traf, der zu dieser Zeit den Braukurs durchführte. Bart entschied sich, diesen Kurs zu belegen. Auf diese Weise konnte er das ganze Jahr brauen und sie blieben in Belgien. Im Weinbau hängt alles von einer Ernte pro Jahr ab. Bart und Ann nahmen im selben Jahr am Unterricht teil.

Die Experimente begannen schnell in ihrer eigenen Küche. Sie brauten die ersten Biere in großen, alten Suppenkesseln, die aus einer Industrieküche stammten. Dadurch konnten sie 200 Liter Bier pro Gebräu herstellen. Die verschiedenen Biere erhielten eine Nummer oder einen Buchstaben auf dem Flaschenverschluss. Freunde kamen, um sie zu probieren und fanden sie gut. Es gibt Freunde, die sich immer noch erinnern an "die 12 oder die 15” und gerne davon erzählen. Immer mehr Leute fragten, ob sie ihre Biere kaufen könnten.

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Im Jahr 2000 kauften sie ihre derzeitigen Räumlichkeiten in Buizingen. Sie waren ursprünglich als Lagerraum für Materialien der Baufirma Decodal gedacht, standen aber seit mehreren Jahren leer. Danach entstand immer mehr die Idee, daraus eine offizielle Brauerei zu machen. Bart suchte nach gebrauchten Geräten, um seine Brauerei zu erweitern. Er machte den Kochkessel und den Läuterbottich aus alten Milchkühltanks. Alles wurde mit Mosaikfliesen versehen, die von Bart und seinem Team installiert wurden.

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Beim Bau der Brauerei wurde auch daran gedacht, das Bier zu verkaufen. Das Gebäude diente früher als Bierstube und Partyraum 'De Gouden Lantaarn'. Die Idee, diese Bierstube neben der Brauerei außerplanmäßig wiederzubeleben, war geboren. Am 1. Februar 2007 wurde der Biergarten “Den Herberg” eröffnet und schnell zu einem Familienunternehmen. Bart als Brauer, Ann und ältester Sohn Akke hinter der Theke.

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In den Anfangsjahren wurde viel Arbeit manuell erledigt, wie zum Beispiel das Abfüllen und Etikettieren. Sie stellten Flasche für Flasche in die Füllmaschine und nahmen sie wieder heraus. Die Etiketten wurden einzeln durch eine Walzmaschine geführt und aufgeklebt. Wenig später wurde in eine gebrauchte Etikettiermaschine investiert. Sie stellten die Flaschen in einen Karton, dann in neutrale Behälter und einige Jahre später hatten sie ihre eigenen Behälter mit Logo. 2015 kauften sie eine komplett montierte gebrauchte Abfüllhilfe, ein Jahr später zwei große Hefetanks für 4 Bierzubereitungen.